{"id":4108,"date":"2018-06-05T19:16:35","date_gmt":"2018-06-05T19:16:35","guid":{"rendered":"http:\/\/rucksackblog.de\/?p=4108"},"modified":"2018-06-19T20:24:27","modified_gmt":"2018-06-19T20:24:27","slug":"trogir-split-lastovo","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.rucksackblog.de\/?p=4108","title":{"rendered":"Erst Linienbus dann Katamaran. Wie wir von Trogir nach Lastovo kamen."},"content":{"rendered":"<p><span style=\"font-family: arial, helvetica, sans-serif;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-large wp-image-4113\" src=\"http:\/\/rucksackblog.de\/wp-content\/uploads\/2018\/06\/IMG_2679-1024x768.jpg\" alt=\"\" width=\"1024\" height=\"768\" srcset=\"https:\/\/www.rucksackblog.de\/wp-content\/uploads\/2018\/06\/IMG_2679-1024x768.jpg 1024w, https:\/\/www.rucksackblog.de\/wp-content\/uploads\/2018\/06\/IMG_2679-300x225.jpg 300w, https:\/\/www.rucksackblog.de\/wp-content\/uploads\/2018\/06\/IMG_2679-768x576.jpg 768w, https:\/\/www.rucksackblog.de\/wp-content\/uploads\/2018\/06\/IMG_2679-640x480.jpg 640w, https:\/\/www.rucksackblog.de\/wp-content\/uploads\/2018\/06\/IMG_2679-520x390.jpg 520w, https:\/\/www.rucksackblog.de\/wp-content\/uploads\/2018\/06\/IMG_2679-740x555.jpg 740w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: arial, helvetica, sans-serif;\"><br \/>\nAm n\u00e4chsten Morgen gab es zum Abschluss diesmal Fr\u00fchst\u00fcck auf der Terrasse. Wir hatten Brot im \u00dcberfluss und im K\u00fchlschrank stand noch eine B\u00fcchse Dosenfleisch. Fr\u00e4nn \u00f6ffnete die Dose und musste lachen, das Aussehen und der Geruch erinnerte stark an Katzenfutter. Mariana lie\u00df sich nicht hinreisen und verschm\u00e4hte die Dose. Fr\u00e4nn probierte und es war vorz\u00fcglich. Warum auch nicht, das Verfallsdatum war noch lange nicht abgelaufen \u2013 probieren kann man ja mal. Frisch gest\u00e4rkt und mit Rucksack auf dem R\u00fccken ging es Richtung Busbahnhof <b>Trogir<\/b>.<\/span><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><span style=\"font-family: arial, helvetica, sans-serif;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-large wp-image-4109\" src=\"http:\/\/rucksackblog.de\/wp-content\/uploads\/2018\/06\/IMG_2568-1024x769.jpg\" alt=\"\" width=\"1024\" height=\"769\" srcset=\"https:\/\/www.rucksackblog.de\/wp-content\/uploads\/2018\/06\/IMG_2568-1024x769.jpg 1024w, https:\/\/www.rucksackblog.de\/wp-content\/uploads\/2018\/06\/IMG_2568-300x225.jpg 300w, https:\/\/www.rucksackblog.de\/wp-content\/uploads\/2018\/06\/IMG_2568-768x577.jpg 768w, https:\/\/www.rucksackblog.de\/wp-content\/uploads\/2018\/06\/IMG_2568-640x481.jpg 640w, https:\/\/www.rucksackblog.de\/wp-content\/uploads\/2018\/06\/IMG_2568-520x391.jpg 520w, https:\/\/www.rucksackblog.de\/wp-content\/uploads\/2018\/06\/IMG_2568-740x556.jpg 740w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: arial, helvetica, sans-serif;\"><br \/>\nNach nur ca. 10 Minuten kamen wir am Busbahnhof an und kauften zwei Tickets am Schalter f\u00fcr 21 kn (3 \u20ac) pro Person \u2013 <strong>Trogir<\/strong> nach <strong>Split<\/strong>. Vorbei an Oliven und Kapern Feldern, Kirschb\u00e4umen und sonstigen mediterranen Gew\u00e4chsen kamen wir nach einer Stunde Linienbus in <b>Split\u00a0<\/b>an. Der Bus sp\u00fclte uns an der Endstation aus. Weiter ging es Richtung Hafen mit den schweren Rucks\u00e4cken auf den R\u00fccken durch die hei\u00dfe Mittagssonne, dank Google Maps fanden wir schnell den richtigen Weg. Endlich am Hafen angekommen mussten wir feststellen, dass <b>Split <\/b>sehr touristisch, und gr\u00f6\u00dfer als in unseren Vorstellungen war. Im Gegensatz zu <b>Trogir\u00a0<\/b>gab es hier Hochh\u00e4user. \u00dcberall Gewusel und wir mitten drin. Die Sonne brannte auf den Armen und wir suchten den richtigen Anleger, nach lauter Fehlinformationen fanden wir endlich unseren Katamaran, der uns auf unsere Insel bef\u00f6rdern sollte. Zur Belohnung gab es noch schnell einen Eiskaffee zur Abk\u00fchlung und \u00fcber Umwege kamen wir dann endlich am richtigen Anleger an.<\/span><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><span style=\"font-family: arial, helvetica, sans-serif;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-large wp-image-4110\" src=\"http:\/\/rucksackblog.de\/wp-content\/uploads\/2018\/06\/IMG_2583-1024x768.jpg\" alt=\"\" width=\"1024\" height=\"768\" srcset=\"https:\/\/www.rucksackblog.de\/wp-content\/uploads\/2018\/06\/IMG_2583-1024x768.jpg 1024w, https:\/\/www.rucksackblog.de\/wp-content\/uploads\/2018\/06\/IMG_2583-300x225.jpg 300w, https:\/\/www.rucksackblog.de\/wp-content\/uploads\/2018\/06\/IMG_2583-768x576.jpg 768w, https:\/\/www.rucksackblog.de\/wp-content\/uploads\/2018\/06\/IMG_2583-640x480.jpg 640w, https:\/\/www.rucksackblog.de\/wp-content\/uploads\/2018\/06\/IMG_2583-520x390.jpg 520w, https:\/\/www.rucksackblog.de\/wp-content\/uploads\/2018\/06\/IMG_2583-740x555.jpg 740w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: arial, helvetica, sans-serif;\"><br \/>\nDas Publikum auf dem Katamaran war sonderbar. Engl\u00e4nder, Kroaten, Deutsche, Menschen mit Gummipuppen zum Jungessellenabschied, schreiende Kinder, Bier trinkende Menschen. Es war grauenvoll und Fr\u00e4nn hatte kurzzeitig Angst das alle auf unsere auserw\u00e4hlte Insel <b>Lastovo <\/b>wollten. Wenn wir eins nicht wollten dann war es Mallorca Feeling. Nur unmittelbar vor uns brach fast eine Schl\u00e4gerei aus und wir bekamen Angst. Wir konzentrierten uns auf das Blog schreiben, Serien schauen, lesen und schalteten einfach ab. Nach etwas \u00fcber einer Stunde erreichten wir die Insel <b>Hvar\u00a0<\/b>und die ganzen Bummstouristen warteten schon sehnlich das Deck zu verlassen. Wir atmeten durch und freuten uns, dass wir sie los waren. Danke!<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: arial, helvetica, sans-serif;\"><br \/>\n<img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-large wp-image-4111\" src=\"http:\/\/rucksackblog.de\/wp-content\/uploads\/2018\/06\/IMG_2588-1024x768.jpg\" alt=\"\" width=\"1024\" height=\"768\" srcset=\"https:\/\/www.rucksackblog.de\/wp-content\/uploads\/2018\/06\/IMG_2588-1024x768.jpg 1024w, https:\/\/www.rucksackblog.de\/wp-content\/uploads\/2018\/06\/IMG_2588-300x225.jpg 300w, https:\/\/www.rucksackblog.de\/wp-content\/uploads\/2018\/06\/IMG_2588-768x576.jpg 768w, https:\/\/www.rucksackblog.de\/wp-content\/uploads\/2018\/06\/IMG_2588-640x480.jpg 640w, https:\/\/www.rucksackblog.de\/wp-content\/uploads\/2018\/06\/IMG_2588-520x390.jpg 520w, https:\/\/www.rucksackblog.de\/wp-content\/uploads\/2018\/06\/IMG_2588-740x555.jpg 740w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: arial, helvetica, sans-serif;\"><br \/>\nWeiter ging es Richtung <b>Vela Luka<\/b>. Endlich kehrte Ruhe auf dem Katamaran ein und wir genossen die ruhige Fahrt. Kurz nachdem wir <b>Vela Luka\u00a0<\/b>erreichten nahmen wir Kurs Richtung <b>Lastovo <\/b>auf, wo uns unsere neue Pensionsdame Bruna diesmal vom Hafen abholen sollte. Nach nicht einmal zwanzig Minuten drehte die F\u00e4hre um und es ging zur\u00fcck. Alle Passagiere waren verwundert. Was war los? War etwas mit dem Katamaran? War der Kapit\u00e4n seekrank geworden? Auf die Nachfrage was los sei, wurde nur geantwortet \u201ealles in Ordnung\u201c. Wir fuhren zur\u00fcck zur Insel <b>Vela Luka <\/b>und sahen den Grund: Teile einer chinesischen Reisegruppe hatten vergessen auszusteigen. Fr\u00e4nn atmete durch und war beruhigt, dass nicht nur ihr so etwas passiert. Letzten September war ihr \u00e4hnliches mit \u00c4nn in Myanmar widerfahren nur war es kein Katamaran, sondern ein Flieger gewesen in dem sie falsch ausgestiegen und wieder eingestiegen sind. Egal, Hauptsache wir kommen heute noch an. Gegen ca. 18 Uhr erreichten wir den kleinen Hafen von <b>Lastovo<\/b>.<\/span><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><span style=\"font-family: arial, helvetica, sans-serif;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-large wp-image-4114\" src=\"http:\/\/rucksackblog.de\/wp-content\/uploads\/2018\/06\/IMG_2594-1024x768.jpg\" alt=\"\" width=\"1024\" height=\"768\" srcset=\"https:\/\/www.rucksackblog.de\/wp-content\/uploads\/2018\/06\/IMG_2594-1024x768.jpg 1024w, https:\/\/www.rucksackblog.de\/wp-content\/uploads\/2018\/06\/IMG_2594-300x225.jpg 300w, https:\/\/www.rucksackblog.de\/wp-content\/uploads\/2018\/06\/IMG_2594-768x576.jpg 768w, https:\/\/www.rucksackblog.de\/wp-content\/uploads\/2018\/06\/IMG_2594-640x480.jpg 640w, https:\/\/www.rucksackblog.de\/wp-content\/uploads\/2018\/06\/IMG_2594-520x390.jpg 520w, https:\/\/www.rucksackblog.de\/wp-content\/uploads\/2018\/06\/IMG_2594-740x555.jpg 740w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: arial, helvetica, sans-serif;\"><br \/>\nUnsere Pensionsdame Bruna stand schon bereit und wartete auf uns. Wir stiegen in ihren kleinen grauen Mercedes und freuten uns auf die n\u00e4chsten paar Tage auf der Insel. Kaum eingestiegen fragte uns Bruna, ob wir nicht noch schnell am einzigen Supermarkt der Insel anhalten wollten da es hier weit und breit nichts gebe. Die Saison beginne erst ab Juli und auf der ganzen Insel wohnen gerade einmal 700 Menschen auf dem Papier und in echt nur ca. 500 Menschen, laut ihrer Aussage. Wir bekamen Angst und liefen total verst\u00f6rt in den Markt hinein. Als eingespieltes Team griffen wir zu allem, was wir nur tragen konnten. Reis, Thunfisch, Kekse, Wasser, Obst, Gem\u00fcse, Nudeln und Tomatenso\u00dfe \u2013 kriegs\u00e4hnliche Zust\u00e4nde. Zwar hatten wir wieder Fr\u00fchst\u00fcck gebucht, aber wollten wir nach der Fr\u00fchst\u00fccksnummer in <b>Trogir <\/b>auf Nummer sicher gehen und laut der Aussage von Bruna war das der einzige Supermarkt weit und breit.<\/span><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><span style=\"font-family: arial, helvetica, sans-serif;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-large wp-image-4112\" src=\"http:\/\/rucksackblog.de\/wp-content\/uploads\/2018\/06\/IMG_2599-1024x768.jpg\" alt=\"\" width=\"1024\" height=\"768\" srcset=\"https:\/\/www.rucksackblog.de\/wp-content\/uploads\/2018\/06\/IMG_2599-1024x768.jpg 1024w, https:\/\/www.rucksackblog.de\/wp-content\/uploads\/2018\/06\/IMG_2599-300x225.jpg 300w, https:\/\/www.rucksackblog.de\/wp-content\/uploads\/2018\/06\/IMG_2599-768x576.jpg 768w, https:\/\/www.rucksackblog.de\/wp-content\/uploads\/2018\/06\/IMG_2599-640x480.jpg 640w, https:\/\/www.rucksackblog.de\/wp-content\/uploads\/2018\/06\/IMG_2599-520x390.jpg 520w, https:\/\/www.rucksackblog.de\/wp-content\/uploads\/2018\/06\/IMG_2599-740x555.jpg 740w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: arial, helvetica, sans-serif;\"><br \/>\nNach nur ca. 10 Minuten Autofahrt erreichten wir dann unsere Pension auf der Insel <b>Prezba\u00a0<\/b>und die Ansammlung von H\u00e4usern hei\u00dft <b>Passadur<\/b>. Entlang unserer Route gab es nichts nur W\u00e4lder, viele Steine und noch mehr Wasser. Weit und breit keine Menschen au\u00dfer uns. An der Pension angekommen waren wir beruhigt, es gab doch noch ein paar mehr Touristen. Das Zimmer hatte diesmal eine Herdplatte und der Ausblick von unserer Terrasse auf die Bucht war grandios. Wir nahmen Platz und genossen erstmal die Sicht. Die Stille war schon fast unheimlich, genau der richtige Ort um seine Akkus aufzutanken. Keine Ablenkung von Au\u00dfen, keine Reiz\u00fcberflutung oder zu viele Entscheidungen, die uns Kraft raubten. Wir konnten uns endlich auf das Wesentliche konzentrieren.<\/span><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><span style=\"font-family: arial, helvetica, sans-serif;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-large wp-image-4121\" src=\"http:\/\/rucksackblog.de\/wp-content\/uploads\/2018\/06\/IMG_2603-1024x1024.jpg\" alt=\"\" width=\"1024\" height=\"1024\" srcset=\"https:\/\/www.rucksackblog.de\/wp-content\/uploads\/2018\/06\/IMG_2603-1024x1024.jpg 1024w, https:\/\/www.rucksackblog.de\/wp-content\/uploads\/2018\/06\/IMG_2603-150x150.jpg 150w, https:\/\/www.rucksackblog.de\/wp-content\/uploads\/2018\/06\/IMG_2603-300x300.jpg 300w, https:\/\/www.rucksackblog.de\/wp-content\/uploads\/2018\/06\/IMG_2603-768x768.jpg 768w, https:\/\/www.rucksackblog.de\/wp-content\/uploads\/2018\/06\/IMG_2603-640x640.jpg 640w, https:\/\/www.rucksackblog.de\/wp-content\/uploads\/2018\/06\/IMG_2603-520x520.jpg 520w, https:\/\/www.rucksackblog.de\/wp-content\/uploads\/2018\/06\/IMG_2603-740x740.jpg 740w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: arial, helvetica, sans-serif;\"><br \/>\nWir h\u00f6rten wirklich nichts ausser leises Wasserpl\u00e4tschern und ein paar V\u00f6gel. Ein total ungewohntes Gef\u00fchl was man als Gro\u00dfst\u00e4dter kaum noch kennt. Doch dann ging es los, die erste M\u00fccke labte sich an uns. Davon lie\u00dfen wir uns die Laune nicht verderben und kochten uns als Belohnung erstmal ein paar Nudeln. Danach erkundeten wir alle Infohefte, die es hier gab. Das Internet war sehr schwach bis gar nicht existent. Die ersten zwei Stunden ein Gef\u00fchl von Freiheit danach war es dann schon etwas komisch. Hatten wir zuvor doch gro\u00dfe Spr\u00fcche geschwungen Digital Detox f\u00fcr uns gar kein Problem und auf einmal erinnerte unsere Situation an das Buch &#8222;Wir Kinder vom Bahnhof Zoo&#8220; wo Christiane F. und ihr Freund Detlef einen kalten Entzug in Rudow vorgenommen haben. Gut, das klingt f\u00fcr einige etwas \u00fcbertrieben, aber es gab auf der Insel im ersten Moment erstmal nichts. Kein Google Maps, keine Facebook, keine Snapchat oder Instagram. Wir hatten keinen Kontakt zur Au\u00dfenwelt und beide bekamen wir kurzzeitig schlechte Laune, eine sehr unbekannte und befremdliche Situation, die wir so zuvor noch nicht erlebt hatten. Nach ein paar Stunden bekamen wir ein WLAN Signal, doch machte einen das Warten fast wahnsinnig und somit beschlossen wir fr\u00fch ins Bett zu gehen und den n\u00e4chsten Tag auf uns zukommen zu lassen. Neuer Tag, neues WLAN Signal.<\/span><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><iframe loading=\"lazy\" title=\"Neuer Tag, neues WLAN Signal\" width=\"960\" height=\"540\" src=\"https:\/\/www.youtube.com\/embed\/YxqL2Lsq24I?feature=oembed\" frameborder=\"0\" allow=\"accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share\" referrerpolicy=\"strict-origin-when-cross-origin\" allowfullscreen><\/iframe><\/p>\n<p><span style=\"font-size: 20px; color: #ff0000; font-family: arial, helvetica, sans-serif;\"><em><strong><br \/>\nHat dir unser Beitrag\u00a0gefallen?<br \/>\nTeile oder kommentiere ihn!<\/strong><\/em><\/span><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Am n\u00e4chsten Morgen gab es zum Abschluss diesmal Fr\u00fchst\u00fcck auf der Terrasse. Wir hatten Brot im \u00dcberfluss und im K\u00fchlschrank stand noch eine B\u00fcchse Dosenfleisch. Fr\u00e4nn \u00f6ffnete die Dose und musste lachen, das Aussehen und der Geruch erinnerte stark an Katzenfutter. Mariana lie\u00df sich nicht hinreisen und verschm\u00e4hte die Dose. Fr\u00e4nn probierte und es war vorz\u00fcglich. Warum auch nicht, das Verfallsdatum war noch lange nicht abgelaufen \u2013 probieren kann man ja mal. Frisch gest\u00e4rkt und mit Rucksack auf dem R\u00fccken ging es Richtung Busbahnhof Trogir. &nbsp; Nach nur ca. 10 Minuten kamen wir am Busbahnhof an und kauften zwei Tickets am Schalter f\u00fcr 21 kn (3 \u20ac) pro Person \u2013 Trogir nach Split. Vorbei an Oliven und Kapern Feldern, Kirschb\u00e4umen und sonstigen mediterranen Gew\u00e4chsen kamen wir nach einer Stunde Linienbus in Split\u00a0an. Der Bus sp\u00fclte uns an der Endstation aus. Weiter ging es Richtung Hafen mit den schweren Rucks\u00e4cken auf den R\u00fccken durch die hei\u00dfe Mittagssonne, dank Google Maps fanden wir schnell den richtigen Weg. Endlich am Hafen angekommen mussten wir feststellen, dass Split sehr touristisch, und gr\u00f6\u00dfer als in unseren Vorstellungen war. Im Gegensatz zu Trogir\u00a0gab es hier Hochh\u00e4user. \u00dcberall Gewusel und wir mitten drin. Die Sonne brannte auf den Armen und wir suchten den richtigen Anleger, nach lauter Fehlinformationen fanden wir endlich unseren Katamaran, der uns auf unsere Insel bef\u00f6rdern sollte. Zur Belohnung gab es noch schnell einen Eiskaffee zur Abk\u00fchlung und \u00fcber Umwege kamen wir dann endlich am richtigen Anleger an. &nbsp; Das Publikum auf dem Katamaran war sonderbar. Engl\u00e4nder, Kroaten, Deutsche, Menschen mit Gummipuppen zum Jungessellenabschied, schreiende Kinder, Bier trinkende Menschen. Es war grauenvoll und Fr\u00e4nn hatte kurzzeitig Angst das alle auf unsere auserw\u00e4hlte Insel Lastovo wollten. Wenn wir eins nicht wollten dann war es Mallorca Feeling. Nur unmittelbar vor uns brach fast eine Schl\u00e4gerei aus und wir bekamen Angst. Wir konzentrierten uns auf das Blog schreiben, Serien schauen, lesen und schalteten einfach ab. Nach etwas \u00fcber einer Stunde erreichten wir die Insel Hvar\u00a0und die ganzen Bummstouristen warteten schon sehnlich das Deck zu verlassen. Wir atmeten durch und freuten uns, dass wir sie los waren. Danke! Weiter ging es Richtung Vela Luka. Endlich kehrte Ruhe auf dem Katamaran ein und wir genossen die ruhige Fahrt. Kurz nachdem wir Vela Luka\u00a0erreichten nahmen wir Kurs Richtung Lastovo auf, wo uns unsere neue Pensionsdame Bruna diesmal vom Hafen abholen sollte. Nach nicht einmal zwanzig Minuten drehte die F\u00e4hre um und es ging zur\u00fcck. Alle Passagiere waren verwundert. Was war los? War etwas mit dem Katamaran? War der Kapit\u00e4n seekrank geworden? Auf die Nachfrage was los sei, wurde nur geantwortet \u201ealles in Ordnung\u201c. Wir fuhren zur\u00fcck zur Insel Vela Luka und sahen den Grund: Teile einer chinesischen Reisegruppe hatten vergessen auszusteigen. Fr\u00e4nn atmete durch und war beruhigt, dass nicht nur ihr so etwas passiert. Letzten September war ihr \u00e4hnliches mit \u00c4nn in Myanmar widerfahren nur war es kein Katamaran, sondern ein Flieger gewesen in dem sie falsch ausgestiegen und wieder eingestiegen sind. Egal, Hauptsache wir kommen heute noch an. Gegen ca. 18 Uhr erreichten wir den kleinen Hafen von Lastovo. &nbsp; Unsere Pensionsdame Bruna stand schon bereit und wartete auf uns. Wir stiegen in ihren kleinen grauen Mercedes und freuten uns auf die n\u00e4chsten paar Tage auf der Insel. Kaum eingestiegen fragte uns Bruna, ob wir nicht noch schnell am einzigen Supermarkt der Insel anhalten wollten da es hier weit und breit nichts gebe. Die Saison beginne erst ab Juli und auf der ganzen Insel wohnen gerade einmal 700 Menschen auf dem Papier und in echt nur ca. 500 Menschen, laut ihrer Aussage. Wir bekamen Angst und liefen total verst\u00f6rt in den Markt hinein. Als eingespieltes Team griffen wir zu allem, was wir nur tragen konnten. Reis, Thunfisch, Kekse, Wasser, Obst, Gem\u00fcse, Nudeln und Tomatenso\u00dfe \u2013 kriegs\u00e4hnliche Zust\u00e4nde. Zwar hatten wir wieder Fr\u00fchst\u00fcck gebucht, aber wollten wir nach der Fr\u00fchst\u00fccksnummer in Trogir auf Nummer sicher gehen und laut der Aussage von Bruna war das der einzige Supermarkt weit und breit. &nbsp; Nach nur ca. 10 Minuten Autofahrt erreichten wir dann unsere Pension auf der Insel Prezba\u00a0und die Ansammlung von H\u00e4usern hei\u00dft Passadur. Entlang unserer Route gab es nichts nur W\u00e4lder, viele Steine und noch mehr Wasser. Weit und breit keine Menschen au\u00dfer uns. An der Pension angekommen waren wir beruhigt, es gab doch noch ein paar mehr Touristen. Das Zimmer hatte diesmal eine Herdplatte und der Ausblick von unserer Terrasse auf die Bucht war grandios. Wir nahmen Platz und genossen erstmal die Sicht. Die Stille war schon fast unheimlich, genau der richtige Ort um seine Akkus aufzutanken. Keine Ablenkung von Au\u00dfen, keine Reiz\u00fcberflutung oder zu viele Entscheidungen, die uns Kraft raubten. Wir konnten uns endlich auf das Wesentliche konzentrieren. &nbsp; Wir h\u00f6rten wirklich nichts ausser leises Wasserpl\u00e4tschern und ein paar V\u00f6gel. Ein total ungewohntes Gef\u00fchl was man als Gro\u00dfst\u00e4dter kaum noch kennt. Doch dann ging es los, die erste M\u00fccke labte sich an uns. Davon lie\u00dfen wir uns die Laune nicht verderben und kochten uns als Belohnung erstmal ein paar Nudeln. Danach erkundeten wir alle Infohefte, die es hier gab. Das Internet war sehr schwach bis gar nicht existent. Die ersten zwei Stunden ein Gef\u00fchl von Freiheit danach war es dann schon etwas komisch. Hatten wir zuvor doch gro\u00dfe Spr\u00fcche geschwungen Digital Detox f\u00fcr uns gar kein Problem und auf einmal erinnerte unsere Situation an das Buch &#8222;Wir Kinder vom Bahnhof Zoo&#8220; wo Christiane F. und ihr Freund Detlef einen kalten Entzug in Rudow vorgenommen haben. Gut, das klingt f\u00fcr einige etwas \u00fcbertrieben, aber es gab auf der Insel im ersten Moment erstmal nichts. Kein Google Maps, keine Facebook, keine Snapchat oder Instagram. Wir hatten keinen Kontakt zur Au\u00dfenwelt und beide bekamen wir kurzzeitig schlechte Laune, eine sehr unbekannte und befremdliche Situation, die wir so zuvor noch nicht erlebt hatten. Nach ein paar Stunden bekamen wir ein WLAN Signal, doch machte einen das Warten fast wahnsinnig und somit beschlossen wir fr\u00fch ins Bett zu gehen und den n\u00e4chsten Tag auf uns zukommen zu lassen. Neuer Tag, neues WLAN Signal. &nbsp; Hat dir unser Beitrag\u00a0gefallen? 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