{"id":3252,"date":"2017-11-13T18:30:15","date_gmt":"2017-11-13T18:30:15","guid":{"rendered":"http:\/\/rucksackblog.de\/?p=3252"},"modified":"2018-06-19T20:10:54","modified_gmt":"2018-06-19T20:10:54","slug":"mit-der-circle-line-unterwegs-in-myanmar-made-in-yangon","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.rucksackblog.de\/?p=3252","title":{"rendered":"Mit der Circle Line unterwegs in Myanmar. Made in Yangon."},"content":{"rendered":"<p><span style=\"font-family: arial,helvetica,sans-serif;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-large wp-image-3267\" src=\"http:\/\/rucksackblog.de\/wp-content\/uploads\/2017\/11\/IMG_4834-1024x768.jpg\" alt=\"\" width=\"1024\" height=\"768\" srcset=\"https:\/\/www.rucksackblog.de\/wp-content\/uploads\/2017\/11\/IMG_4834-1024x768.jpg 1024w, https:\/\/www.rucksackblog.de\/wp-content\/uploads\/2017\/11\/IMG_4834-300x225.jpg 300w, https:\/\/www.rucksackblog.de\/wp-content\/uploads\/2017\/11\/IMG_4834-768x576.jpg 768w, https:\/\/www.rucksackblog.de\/wp-content\/uploads\/2017\/11\/IMG_4834-520x390.jpg 520w, https:\/\/www.rucksackblog.de\/wp-content\/uploads\/2017\/11\/IMG_4834-740x555.jpg 740w, https:\/\/www.rucksackblog.de\/wp-content\/uploads\/2017\/11\/IMG_4834.jpg 2016w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: arial,helvetica,sans-serif;\"><br \/>\nAuf <strong>Myanmar<\/strong> freuten wir uns ganz besonders. Was uns dort erwarten w\u00fcrde, war uns zu Beginn der Reise nicht ganz klar. Schnell schraubte sich unsere Erwartungshaltung noch in den ersten drei Stunden nach der erfolgreichen Einreise zur\u00fcck. Auf dem Weg zum Hotel beobachteten wir vom Taxifenster aus die d\u00fcsteren Stra\u00dfenz\u00fcge <strong>Yangons<\/strong> und es stellte sich noch nicht sofort die begeisternde Vorfreude auf das Kennenlernen des Landes ein.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: arial,helvetica,sans-serif;\">Unser neues Heim war wieder sehr bescheiden. Sehr bald wurde uns aber bewusst, dass der luxuri\u00f6se Standard bei uns im Lande f\u00fcr den Rest der Welt nicht selbstverst\u00e4ndlich ist. So konnten wir den anf\u00e4nglichen Schock \u00fcber Schimmel- und leichtem F\u00e4kaliengeruch kombiniert mit einer schwer verschlie\u00dfbaren T\u00fcr bald auf ein geringes Ma\u00df an Handicap herunterschrauben. Die nette junge Hotelangestellte versprach uns am folgenden Tag ein besser verschlie\u00dfbares Zimmer zur Verf\u00fcgung zu stellen. \u201eYes Mam\u201c antwortete sie stets einsichtig. Obwohl es schon dunkel war und wir die Stadt noch nicht kannten, trauten wir uns trotzdem auf die Stra\u00dfen, um das abendliche Treiben zu erforschen. Vor dem Hotel hatten unz\u00e4hlige kleine H\u00e4ndler ihre spartanischen Verkaufsst\u00e4nde direkt auf der Stra\u00dfe aufgebaut, um vorwiegend gebrauchte Handys an den modernen asiatischen Mann und die technisch interessierte asiatische Frau zu bringen. Wir durchquerten die Stra\u00dfen noch etwas z\u00f6gerlich und orientierten uns an den Hauptstra\u00dfen. Viele Seitenstra\u00dfen waren viel zu d\u00fcster, als dass sie uns von einem kurzen Streifzug \u00fcberzeugen konnten. Ratten, M\u00fcll und gro\u00dfe K\u00e4fer kreuzten unseren Weg. Unser st\u00e4ndiger Begleiter, ein stinkend bei\u00dfender Geruch, hielt uns davon ab unser Abendmahl, dass wir \u00fcblicherweise fast schon traditionell aus einer Gark\u00fcche verk\u00f6stigten, auch aus einer solchen zu uns zu nehmen. Die ersten Eindr\u00fccke der Stadt <strong>Yangon<\/strong> lie\u00dfen vorerst Obacht bei der Essensaufnahme walten.<\/span><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><iframe loading=\"lazy\" title=\"Hotel Zimmer in Yangon\" width=\"960\" height=\"540\" src=\"https:\/\/www.youtube.com\/embed\/mUeQyZT8-Rg?feature=oembed\" frameborder=\"0\" allow=\"accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share\" referrerpolicy=\"strict-origin-when-cross-origin\" allowfullscreen><\/iframe><\/p>\n<p><span style=\"font-family: arial,helvetica,sans-serif;\"><br \/>\nBeim abendlichen Streifzug galt unsere besondere Aufmerksamkeit den kauenden Menschen, die beim L\u00e4cheln ihre rot gef\u00e4rbten Z\u00e4hne oder Zahnstummel preis gaben. \u00c4nn ver\u00e4ngstigte dieser Anblick zu Beginn noch. Auch sorgte sie sich wegen der vielen blutroten Spritzer am Boden. Schnell stellten wir fest, dass es einen Zusammenhang mit den kauenden Einheimischen und den blut\u00e4hnlichen Pf\u00fctzen geben musste. Wir gingen der Sache auf die Spur. Die Betelnuss, der \u00dcbert\u00e4ter dieses blutroten Spiels, gab es hier an jeder Stra\u00dfenecke f\u00fcr wenige <strong>Kyat<\/strong> zu erwerben. Verk\u00f6stigt wird dieses berauschende Mittel in fast allen Altersklassen, von M\u00e4nnern wie auch von Frauen<span style=\"color: #000000;\">. \u00c4nn &amp; Fr\u00e4nn waren sehr interessiert und lie\u00dfen sich eine Vorf\u00fchrung geben. Der freundliche Mann wickelte einige Nusst\u00fccke zusammen mit Tabak und Kalk in ein gr\u00fcnes Blatt. Sp\u00e4ter recherchierten wir im Internet \u00fcber die Wirkung der Nuss. Allerdings liefert Recherche nur das theoretische Wissen. Sollten \u00c4nn &amp; Fr\u00e4nn den Praxistest wagen? <\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #ff0000; font-family: arial,helvetica,sans-serif;\"><br \/>\n<img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-large wp-image-3253\" src=\"http:\/\/rucksackblog.de\/wp-content\/uploads\/2017\/11\/IMG_4732-1024x768.jpg\" alt=\"\" width=\"1024\" height=\"768\" srcset=\"https:\/\/www.rucksackblog.de\/wp-content\/uploads\/2017\/11\/IMG_4732-1024x768.jpg 1024w, https:\/\/www.rucksackblog.de\/wp-content\/uploads\/2017\/11\/IMG_4732-300x225.jpg 300w, https:\/\/www.rucksackblog.de\/wp-content\/uploads\/2017\/11\/IMG_4732-768x576.jpg 768w, https:\/\/www.rucksackblog.de\/wp-content\/uploads\/2017\/11\/IMG_4732-520x390.jpg 520w, https:\/\/www.rucksackblog.de\/wp-content\/uploads\/2017\/11\/IMG_4732-740x555.jpg 740w, https:\/\/www.rucksackblog.de\/wp-content\/uploads\/2017\/11\/IMG_4732.jpg 2016w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/span><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><span style=\"font-family: arial,helvetica,sans-serif;\">Insgesamt hinterlie\u00dfen die ersten Schritte in der Stadt bei uns gemischte Gef\u00fchle. Auf der einen Seite gab es hier sehr freundliche und hilfsbereite Menschen, die einem schon beim kleinsten L\u00e4cheln mit gro\u00dfer Freunde herzlich zur\u00fcck l\u00e4chelten. Die Armut, der M\u00fcll und der Gestank auf der anderen Seite lie\u00dfen uns noch bis in die Nachtstunden nachdenklich auf der Erlebte zur\u00fcckblicken.<br \/>\nDie Nacht war sehr kurz, denn die Zeitverschiebung hatte uns noch fest im Griff. Zus\u00e4tzlich versetzte uns ein nervendes Stechinsekt mit seinem hungrig gespitzten R\u00fcssel in Angst und Schrecken und macht die n\u00e4chtliche Erholungsphase zu einer M\u00fcckenjagdsafari.<span style=\"color: #ff0000;\"><br \/>\n<\/span>Wie in Asien zu erwarten, startete der neue Tag mit einem eilastigen Fr\u00fchst\u00fcck. \u00c4nn &amp; Fr\u00e4nn dachten dar\u00fcber nach, einen digitalen Eierz\u00e4hler zu installieren, um sp\u00e4ter den Eierkonsum der zur\u00fcckliegenden 30 Tage auswerten zu k\u00f6nnen. Hoch motiviert, voller Taten- und Erkundungsdrang und mit unserer zusammengestellten Sightseeingtour in der Hosentasche marschierten wir los. Der Planet brannte bereits am fr\u00fchen Morgen. Die \u00fcbliche Stadterkundung wurde zur Challenge. Die Hitze und Sonne setzte unseren auf europ\u00e4ischen Winter getrimmten K\u00f6rper auf Hochleistungsmodus. Immer wieder legten wir eine kleine Pause im Schatten ein, um den Kreislauf etwas zu akklimatisieren. Wir passierten die <strong>Sule Pagode<\/strong>, das Postamt, die St. Mary\u00b4s Cathedrale und eine Br\u00fcckenkonstruktion, von welcher wir eine sch\u00f6ne Aussicht auf das Stra\u00dfentreiben bekamen. <\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: arial,helvetica,sans-serif;\">\u00a0<\/span><\/p>\n<div id='gallery-1' class='gallery galleryid-3252 gallery-columns-3 gallery-size-thumbnail'><figure class='gallery-item'>\n\t\t\t<div class='gallery-icon landscape'>\n\t\t\t\t<a href='https:\/\/www.rucksackblog.de\/?attachment_id=3254'><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"150\" height=\"150\" src=\"https:\/\/www.rucksackblog.de\/wp-content\/uploads\/2017\/11\/IMG_4772-150x150.jpg\" class=\"attachment-thumbnail size-thumbnail\" alt=\"\" \/><\/a>\n\t\t\t<\/div><\/figure><figure class='gallery-item'>\n\t\t\t<div class='gallery-icon landscape'>\n\t\t\t\t<a href='https:\/\/www.rucksackblog.de\/?attachment_id=3255'><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"150\" height=\"150\" src=\"https:\/\/www.rucksackblog.de\/wp-content\/uploads\/2017\/11\/IMG_4779-150x150.jpg\" class=\"attachment-thumbnail size-thumbnail\" alt=\"\" \/><\/a>\n\t\t\t<\/div><\/figure><figure class='gallery-item'>\n\t\t\t<div class='gallery-icon landscape'>\n\t\t\t\t<a href='https:\/\/www.rucksackblog.de\/?attachment_id=3277'><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"150\" height=\"150\" src=\"https:\/\/www.rucksackblog.de\/wp-content\/uploads\/2017\/11\/IMG_4789-150x150.jpg\" class=\"attachment-thumbnail size-thumbnail\" alt=\"\" \/><\/a>\n\t\t\t<\/div><\/figure>\n\t\t<\/div>\n\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><span style=\"font-family: arial,helvetica,sans-serif;\">An einer kleinen br\u00fcchigen Verkaufsinstallation, die eine seltsame bunte S\u00fc\u00dfspeise anbot, kamen wir nicht ungeschoren vorbei. Fr\u00e4nn musste zur ersten <strong>Food Challenge<\/strong> antreten und meisterte ihre Aufgabe mit Bravour.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: arial,helvetica,sans-serif;\">\u00a0<\/span><\/p>\n<p><iframe loading=\"lazy\" title=\"Food Challenge - Toastbrot mal anders\" width=\"960\" height=\"540\" src=\"https:\/\/www.youtube.com\/embed\/WDtuuDE8vUo?feature=oembed\" frameborder=\"0\" allow=\"accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share\" referrerpolicy=\"strict-origin-when-cross-origin\" allowfullscreen><\/iframe><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><span style=\"font-family: arial,helvetica,sans-serif;\">Das Highlight unserer Besichtigungstour allerdings legten wir nicht zu Fu\u00df zur\u00fcck. Wir fuhren mit der <strong>Circle Line<\/strong> ca. 45 Kilometer quer durch <strong>Yangon<\/strong>. Diese spannende Zugfahrt dauerte drei Stunden. \u00c4nn &amp; Fr\u00e4nn waren sich nicht ganz sicher die Fahrt wirklich anzutreten, da die alte rostige Bahn keine Toiletten mit an Bord hatte. Wir dachten nur eine Millisekunde \u00fcber die Toilettensituation nach und stellten uns einfach an den Schalter, kauften zwei Tickets f\u00fcr je 200 Kyat (umgerechnet 13 Cent) und nahmen im Zug Platz, denn auf dieses Abenteuer wollten wir auf gar keinen Fall verzichten. <\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #ff0000; font-family: arial,helvetica,sans-serif;\">\u00a0<\/span><\/p>\n<p><iframe loading=\"lazy\" title=\"Unterwegs in Yangon mit der Circle Line\" width=\"960\" height=\"540\" src=\"https:\/\/www.youtube.com\/embed\/pXZqBMHP9Gg?feature=oembed\" frameborder=\"0\" allow=\"accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share\" referrerpolicy=\"strict-origin-when-cross-origin\" allowfullscreen><\/iframe><\/p>\n<p><span style=\"color: #ff0000; font-family: arial,helvetica,sans-serif;\">\u00a0<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: arial,helvetica,sans-serif;\">Der Zug war hei\u00df und kuschelig. Wir sa\u00dfen zwischen den Einheimischen mit einem kleinen Fenster hinter uns im R\u00fccken. Das Fenster war ge\u00f6ffnet und erm\u00f6glichte uns immer einen Blick au\u00dferhalb des Zuges zu werfen. Gleichzeitig versorgte es uns mit ein wenige frischer Luft. Die einheimischen Menschen stellten sich derweilen auf die lange Zugfahrt ein. Einige versuchten mit gesenkten Kopf ein kleines Nickerchen anzustimmen. Andere wiederum versorgten sich mit Musik aus ihrem Handy und nahmen das Ger\u00e4t aufrecht und einsatzbereit in die H\u00e4nde, um in der Zwischenzeit mit der digitalen Welt zu kommunizieren. Andere hingegen kauten zufrieden auf ihrem Bl\u00e4ttchen mit der Betelnuss herum. Der f\u00fcr uns interessanteste Teil der Menschen verkaufte im Zug Bananen, \u00c4pfel, Zitrusfr\u00fcchte, frittierte Spie\u00df oder aber auch Weintrauben. Immer wieder kamen gesch\u00e4ftst\u00fcchtige H\u00e4ndler in unseren Wagon. Trotz der ausgedehnten Fahrzeit w\u00fcrden wir offensichtlich nicht verhungern. <\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: arial,helvetica,sans-serif;\">\u00a0<\/span><\/p>\n<p><iframe loading=\"lazy\" title=\"Circle Line, Yangon\" width=\"960\" height=\"540\" src=\"https:\/\/www.youtube.com\/embed\/TSrUc5eVqKY?feature=oembed\" frameborder=\"0\" allow=\"accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share\" referrerpolicy=\"strict-origin-when-cross-origin\" allowfullscreen><\/iframe><\/p>\n<p><span style=\"font-family: arial,helvetica,sans-serif;\">\u00a0<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: arial,helvetica,sans-serif;\">Touristen, H\u00e4ndler, Bauern, die auch ihr Ernte im Zug transportierten, und unter Rausch stehende Einheimische begleiteten uns bei dieser Fahrt. Der Zug fuhr langsam und hielt an vielen kleinen Bahnh\u00f6fen, an denen die Einheimische ihre Ware zum Verkauf anboten. Die Freundlichkeit der Menschen kam hier besonders stark zum Ausdruck. Umsorgende Passagiere k\u00fcmmerten sich immer sofort um unsere ordnungsgem\u00e4\u00dfe Fahrkarten\u00fcbergabe an den Kontrolleur. Jeden den man anl\u00e4chelte, l\u00e4chelte zur\u00fcck. Da Zugfahren bekanntlich hungrig macht, besorgten wir uns Bananen. Fr\u00e4nn erfragte beim Bananenh\u00e4ndler den Preis f\u00fcr eine Banane. <span style=\"color: #000000;\">Der junge Mann antwortete promt: \u201e40 Kyat.\u201c Eine einzige Banane konnte uns ausgehungerte Reisende jedoch nicht die n\u00f6tige Befriedigung verschaffen. Wir gierten nach einer ganzen Staude mit 15 kleinen Bananen. Allerdings belief der Preis sich hier auf stattlichen 1.000 Kyat (umgerchnet 63 Cent). Fr\u00e4nn sah so ausgehungert aus, dass Finanzcheffin \u00c4nn, der die Hitze scheinbar die f\u00fcrs Rechnen vorgesehene Gehirnh\u00e4lfte l\u00e4hmte, dem Gesch\u00e4ft sofort zustimmte.<\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000; font-family: arial,helvetica,sans-serif;\">\u00a0<\/span><\/p>\n<div id='gallery-2' class='gallery galleryid-3252 gallery-columns-3 gallery-size-thumbnail'><figure class='gallery-item'>\n\t\t\t<div class='gallery-icon portrait'>\n\t\t\t\t<a href='https:\/\/www.rucksackblog.de\/?attachment_id=3257'><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"150\" height=\"150\" src=\"https:\/\/www.rucksackblog.de\/wp-content\/uploads\/2017\/11\/IMG_4870-150x150.jpg\" class=\"attachment-thumbnail size-thumbnail\" alt=\"\" \/><\/a>\n\t\t\t<\/div><\/figure><figure class='gallery-item'>\n\t\t\t<div class='gallery-icon landscape'>\n\t\t\t\t<a href='https:\/\/www.rucksackblog.de\/?attachment_id=3258'><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"150\" height=\"150\" src=\"https:\/\/www.rucksackblog.de\/wp-content\/uploads\/2017\/11\/IMG_4878-150x150.jpg\" class=\"attachment-thumbnail size-thumbnail\" alt=\"\" srcset=\"https:\/\/www.rucksackblog.de\/wp-content\/uploads\/2017\/11\/IMG_4878-150x150.jpg 150w, https:\/\/www.rucksackblog.de\/wp-content\/uploads\/2017\/11\/IMG_4878-300x300.jpg 300w, https:\/\/www.rucksackblog.de\/wp-content\/uploads\/2017\/11\/IMG_4878-768x768.jpg 768w, https:\/\/www.rucksackblog.de\/wp-content\/uploads\/2017\/11\/IMG_4878-1024x1024.jpg 1024w, https:\/\/www.rucksackblog.de\/wp-content\/uploads\/2017\/11\/IMG_4878-520x520.jpg 520w, https:\/\/www.rucksackblog.de\/wp-content\/uploads\/2017\/11\/IMG_4878-740x740.jpg 740w\" sizes=\"auto, (max-width: 150px) 100vw, 150px\" \/><\/a>\n\t\t\t<\/div><\/figure><figure class='gallery-item'>\n\t\t\t<div class='gallery-icon landscape'>\n\t\t\t\t<a href='https:\/\/www.rucksackblog.de\/?attachment_id=3256'><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"150\" height=\"150\" src=\"https:\/\/www.rucksackblog.de\/wp-content\/uploads\/2017\/11\/IMG_4826-150x150.jpg\" class=\"attachment-thumbnail size-thumbnail\" alt=\"\" srcset=\"https:\/\/www.rucksackblog.de\/wp-content\/uploads\/2017\/11\/IMG_4826-150x150.jpg 150w, https:\/\/www.rucksackblog.de\/wp-content\/uploads\/2017\/11\/IMG_4826-300x300.jpg 300w, https:\/\/www.rucksackblog.de\/wp-content\/uploads\/2017\/11\/IMG_4826-768x768.jpg 768w, https:\/\/www.rucksackblog.de\/wp-content\/uploads\/2017\/11\/IMG_4826-1024x1024.jpg 1024w, https:\/\/www.rucksackblog.de\/wp-content\/uploads\/2017\/11\/IMG_4826-520x520.jpg 520w, https:\/\/www.rucksackblog.de\/wp-content\/uploads\/2017\/11\/IMG_4826-740x740.jpg 740w\" sizes=\"auto, (max-width: 150px) 100vw, 150px\" \/><\/a>\n\t\t\t<\/div><\/figure><figure class='gallery-item'>\n\t\t\t<div class='gallery-icon landscape'>\n\t\t\t\t<a href='https:\/\/www.rucksackblog.de\/?attachment_id=3260'><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"150\" height=\"150\" src=\"https:\/\/www.rucksackblog.de\/wp-content\/uploads\/2017\/11\/IMG_4923-150x150.jpg\" class=\"attachment-thumbnail size-thumbnail\" alt=\"\" srcset=\"https:\/\/www.rucksackblog.de\/wp-content\/uploads\/2017\/11\/IMG_4923-150x150.jpg 150w, https:\/\/www.rucksackblog.de\/wp-content\/uploads\/2017\/11\/IMG_4923-300x300.jpg 300w, https:\/\/www.rucksackblog.de\/wp-content\/uploads\/2017\/11\/IMG_4923-768x768.jpg 768w, https:\/\/www.rucksackblog.de\/wp-content\/uploads\/2017\/11\/IMG_4923-1024x1024.jpg 1024w, https:\/\/www.rucksackblog.de\/wp-content\/uploads\/2017\/11\/IMG_4923-520x520.jpg 520w, https:\/\/www.rucksackblog.de\/wp-content\/uploads\/2017\/11\/IMG_4923-740x740.jpg 740w\" sizes=\"auto, (max-width: 150px) 100vw, 150px\" \/><\/a>\n\t\t\t<\/div><\/figure>\n\t\t<\/div>\n\n<p><span style=\"color: #000000; font-family: arial,helvetica,sans-serif;\">\u00a0<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000; font-family: arial,helvetica,sans-serif;\">Die offenen Fenster luden uns ein <strong>Yangon<\/strong> und Umgebung kennenzulernen. Allerdings erblickten wir die Bahnstrecke entlang fast ausschlie\u00dflich M\u00fcll, einfache br\u00fcchige Behausungen der Bev\u00f6lkerung, die einer Art Slum gleichkamen. Das Ganze versetzt mit verschiedenen \u00fcblen Ger\u00fcchen. Ab und zu konnte man l\u00e4ndlich bewirtschaftete Felder sehen. Das war nichts f\u00fcr schwache Nerven. <\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000; font-family: arial,helvetica,sans-serif;\">\u00a0<\/span><\/p>\n<p><iframe loading=\"lazy\" title=\"Circle Line, Yangon\" width=\"960\" height=\"540\" src=\"https:\/\/www.youtube.com\/embed\/5TQUGcq7DCo?feature=oembed\" frameborder=\"0\" allow=\"accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share\" referrerpolicy=\"strict-origin-when-cross-origin\" allowfullscreen><\/iframe><\/p>\n<p><span style=\"font-family: arial,helvetica,sans-serif;\"><span style=\"color: #000000;\"><br \/>\nW\u00e4hrend dessen boten die H\u00e4ndler immer wieder ihre Produkte an, die Menschen stiegen ein und wieder aus. Dabei hatte fast jeder ein liebes L\u00e4cheln f\u00fcr uns \u00fcbrig. Nach drei Stunden Zugfahrt war das Schauspiel zu Ende. Die Zeit verging wie im Flug und es bleiben Eindr\u00fccke, die wir so schnell nicht mehr vergessen werden.<br \/>\n<\/span><span style=\"color: #000000;\">Zum Abschluss des Tages trauten wir uns endlich an die Gark\u00fcchen heran. Das Abendessen, das Herzst\u00fcck eines jeden Tages stand bevor. Ein Hotelangestellter gab uns f\u00fcr die bevorstehende Essensauswahl einen Tipp. Er markierte die Stelle mit vier Kreuzen auf unserer analogen Karte. Vier Kreuze vergibt man nicht einfach so, da musste schon etwas hinter stecken. Er sollte recht behalten. Vorfreudig t\u00e4nzelten wir durch die dunklen Stra\u00dfen, unser Essensziel immer direkt vor Auge. Als Vorspeise gab es f\u00fcr \u00c4nn eine frisch zubereitete Made. <\/span><\/span><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><iframe loading=\"lazy\" title=\"Food Challenge - Made in Yangon\" width=\"960\" height=\"540\" src=\"https:\/\/www.youtube.com\/embed\/yMk7O9fZ-pI?feature=oembed\" frameborder=\"0\" allow=\"accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share\" referrerpolicy=\"strict-origin-when-cross-origin\" allowfullscreen><\/iframe><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000; font-family: arial,helvetica,sans-serif;\">\u00a0<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000; font-family: arial,helvetica,sans-serif;\">Als Hauptmahl folgte ein gegrillter Fisch, ein Spie\u00df Lotus, ein Glas frisch gepresster Saft und zum Nachtisch ein eierkuchen\u00e4hnlicher Eierkuchen. Hochgradig zufrieden konnten wir so den Tag zu Ende gehen lassen.<\/span><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<div id='gallery-3' class='gallery galleryid-3252 gallery-columns-3 gallery-size-thumbnail'><figure class='gallery-item'>\n\t\t\t<div class='gallery-icon landscape'>\n\t\t\t\t<a href='https:\/\/www.rucksackblog.de\/?attachment_id=3264'><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"150\" height=\"150\" src=\"https:\/\/www.rucksackblog.de\/wp-content\/uploads\/2017\/11\/IMG_4966-150x150.jpg\" class=\"attachment-thumbnail size-thumbnail\" alt=\"\" srcset=\"https:\/\/www.rucksackblog.de\/wp-content\/uploads\/2017\/11\/IMG_4966-150x150.jpg 150w, https:\/\/www.rucksackblog.de\/wp-content\/uploads\/2017\/11\/IMG_4966-300x300.jpg 300w, https:\/\/www.rucksackblog.de\/wp-content\/uploads\/2017\/11\/IMG_4966-768x768.jpg 768w, https:\/\/www.rucksackblog.de\/wp-content\/uploads\/2017\/11\/IMG_4966-1024x1024.jpg 1024w, https:\/\/www.rucksackblog.de\/wp-content\/uploads\/2017\/11\/IMG_4966-520x520.jpg 520w, https:\/\/www.rucksackblog.de\/wp-content\/uploads\/2017\/11\/IMG_4966-740x740.jpg 740w\" sizes=\"auto, (max-width: 150px) 100vw, 150px\" \/><\/a>\n\t\t\t<\/div><\/figure><figure class='gallery-item'>\n\t\t\t<div class='gallery-icon landscape'>\n\t\t\t\t<a href='https:\/\/www.rucksackblog.de\/?attachment_id=3262'><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"150\" height=\"150\" src=\"https:\/\/www.rucksackblog.de\/wp-content\/uploads\/2017\/11\/IMG_4962-150x150.jpg\" class=\"attachment-thumbnail size-thumbnail\" alt=\"\" srcset=\"https:\/\/www.rucksackblog.de\/wp-content\/uploads\/2017\/11\/IMG_4962-150x150.jpg 150w, https:\/\/www.rucksackblog.de\/wp-content\/uploads\/2017\/11\/IMG_4962-300x300.jpg 300w, https:\/\/www.rucksackblog.de\/wp-content\/uploads\/2017\/11\/IMG_4962-768x768.jpg 768w, https:\/\/www.rucksackblog.de\/wp-content\/uploads\/2017\/11\/IMG_4962-1024x1024.jpg 1024w, https:\/\/www.rucksackblog.de\/wp-content\/uploads\/2017\/11\/IMG_4962-520x520.jpg 520w, https:\/\/www.rucksackblog.de\/wp-content\/uploads\/2017\/11\/IMG_4962-740x740.jpg 740w\" sizes=\"auto, (max-width: 150px) 100vw, 150px\" \/><\/a>\n\t\t\t<\/div><\/figure><figure class='gallery-item'>\n\t\t\t<div class='gallery-icon landscape'>\n\t\t\t\t<a href='https:\/\/www.rucksackblog.de\/?attachment_id=3261'><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"150\" height=\"150\" src=\"https:\/\/www.rucksackblog.de\/wp-content\/uploads\/2017\/11\/IMG_4948-150x150.jpg\" class=\"attachment-thumbnail size-thumbnail\" alt=\"\" srcset=\"https:\/\/www.rucksackblog.de\/wp-content\/uploads\/2017\/11\/IMG_4948-150x150.jpg 150w, https:\/\/www.rucksackblog.de\/wp-content\/uploads\/2017\/11\/IMG_4948-300x300.jpg 300w, https:\/\/www.rucksackblog.de\/wp-content\/uploads\/2017\/11\/IMG_4948-768x768.jpg 768w, https:\/\/www.rucksackblog.de\/wp-content\/uploads\/2017\/11\/IMG_4948-1024x1024.jpg 1024w, https:\/\/www.rucksackblog.de\/wp-content\/uploads\/2017\/11\/IMG_4948-520x520.jpg 520w, https:\/\/www.rucksackblog.de\/wp-content\/uploads\/2017\/11\/IMG_4948-740x740.jpg 740w\" sizes=\"auto, (max-width: 150px) 100vw, 150px\" \/><\/a>\n\t\t\t<\/div><\/figure><figure class='gallery-item'>\n\t\t\t<div class='gallery-icon landscape'>\n\t\t\t\t<a href='https:\/\/www.rucksackblog.de\/?attachment_id=3263'><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"150\" height=\"150\" src=\"https:\/\/www.rucksackblog.de\/wp-content\/uploads\/2017\/11\/IMG_4963-150x150.jpg\" class=\"attachment-thumbnail size-thumbnail\" alt=\"\" srcset=\"https:\/\/www.rucksackblog.de\/wp-content\/uploads\/2017\/11\/IMG_4963-150x150.jpg 150w, https:\/\/www.rucksackblog.de\/wp-content\/uploads\/2017\/11\/IMG_4963-300x300.jpg 300w, https:\/\/www.rucksackblog.de\/wp-content\/uploads\/2017\/11\/IMG_4963-768x768.jpg 768w, https:\/\/www.rucksackblog.de\/wp-content\/uploads\/2017\/11\/IMG_4963-1024x1024.jpg 1024w, https:\/\/www.rucksackblog.de\/wp-content\/uploads\/2017\/11\/IMG_4963-520x520.jpg 520w, https:\/\/www.rucksackblog.de\/wp-content\/uploads\/2017\/11\/IMG_4963-740x740.jpg 740w\" sizes=\"auto, (max-width: 150px) 100vw, 150px\" \/><\/a>\n\t\t\t<\/div><\/figure>\n\t\t<\/div>\n\n<blockquote><p><span style=\"font-family: arial,helvetica,sans-serif;\"><em><span style=\"color: #ff0000;\"><span style=\"color: #000000;\"><br \/>\n\u00c4nn &amp; Fr\u00e4nn w\u00e4ren nicht \u00c4nn &amp; Fr\u00e4nn, wenn sie nicht schon den n\u00e4chsten teuflischen Plan f\u00fcr den folgenden Blogbeitrag ausgeheckt h\u00e4tten. Aber keine Sorge zun\u00e4chst werden wir unseren touristischen Pflichten nachkommen und die Markthalle und die <strong>Shwedagon Pagode<\/strong> besuchen.<br \/>\n<\/span> <\/span><\/em><\/span><\/p><\/blockquote>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Auf Myanmar freuten wir uns ganz besonders. Was uns dort erwarten w\u00fcrde, war uns zu Beginn der Reise nicht ganz klar. Schnell schraubte sich unsere Erwartungshaltung noch in den ersten drei Stunden nach der erfolgreichen Einreise zur\u00fcck. Auf dem Weg zum Hotel beobachteten wir vom Taxifenster aus die d\u00fcsteren Stra\u00dfenz\u00fcge Yangons und es stellte sich noch nicht sofort die begeisternde Vorfreude auf das Kennenlernen des Landes ein. Unser neues Heim war wieder sehr bescheiden. Sehr bald wurde uns aber bewusst, dass der luxuri\u00f6se Standard bei uns im Lande f\u00fcr den Rest der Welt nicht selbstverst\u00e4ndlich ist. So konnten wir den anf\u00e4nglichen Schock \u00fcber Schimmel- und leichtem F\u00e4kaliengeruch kombiniert mit einer schwer verschlie\u00dfbaren T\u00fcr bald auf ein geringes Ma\u00df an Handicap herunterschrauben. Die nette junge Hotelangestellte versprach uns am folgenden Tag ein besser verschlie\u00dfbares Zimmer zur Verf\u00fcgung zu stellen. \u201eYes Mam\u201c antwortete sie stets einsichtig. Obwohl es schon dunkel war und wir die Stadt noch nicht kannten, trauten wir uns trotzdem auf die Stra\u00dfen, um das abendliche Treiben zu erforschen. Vor dem Hotel hatten unz\u00e4hlige kleine H\u00e4ndler ihre spartanischen Verkaufsst\u00e4nde direkt auf der Stra\u00dfe aufgebaut, um vorwiegend gebrauchte Handys an den modernen asiatischen Mann und die technisch interessierte asiatische Frau zu bringen. Wir durchquerten die Stra\u00dfen noch etwas z\u00f6gerlich und orientierten uns an den Hauptstra\u00dfen. Viele Seitenstra\u00dfen waren viel zu d\u00fcster, als dass sie uns von einem kurzen Streifzug \u00fcberzeugen konnten. Ratten, M\u00fcll und gro\u00dfe K\u00e4fer kreuzten unseren Weg. Unser st\u00e4ndiger Begleiter, ein stinkend bei\u00dfender Geruch, hielt uns davon ab unser Abendmahl, dass wir \u00fcblicherweise fast schon traditionell aus einer Gark\u00fcche verk\u00f6stigten, auch aus einer solchen zu uns zu nehmen. Die ersten Eindr\u00fccke der Stadt Yangon lie\u00dfen vorerst Obacht bei der Essensaufnahme walten. &nbsp; Beim abendlichen Streifzug galt unsere besondere Aufmerksamkeit den kauenden Menschen, die beim L\u00e4cheln ihre rot gef\u00e4rbten Z\u00e4hne oder Zahnstummel preis gaben. \u00c4nn ver\u00e4ngstigte dieser Anblick zu Beginn noch. Auch sorgte sie sich wegen der vielen blutroten Spritzer am Boden. Schnell stellten wir fest, dass es einen Zusammenhang mit den kauenden Einheimischen und den blut\u00e4hnlichen Pf\u00fctzen geben musste. Wir gingen der Sache auf die Spur. Die Betelnuss, der \u00dcbert\u00e4ter dieses blutroten Spiels, gab es hier an jeder Stra\u00dfenecke f\u00fcr wenige Kyat zu erwerben. Verk\u00f6stigt wird dieses berauschende Mittel in fast allen Altersklassen, von M\u00e4nnern wie auch von Frauen. \u00c4nn &amp; Fr\u00e4nn waren sehr interessiert und lie\u00dfen sich eine Vorf\u00fchrung geben. Der freundliche Mann wickelte einige Nusst\u00fccke zusammen mit Tabak und Kalk in ein gr\u00fcnes Blatt. Sp\u00e4ter recherchierten wir im Internet \u00fcber die Wirkung der Nuss. Allerdings liefert Recherche nur das theoretische Wissen. Sollten \u00c4nn &amp; Fr\u00e4nn den Praxistest wagen? &nbsp; Insgesamt hinterlie\u00dfen die ersten Schritte in der Stadt bei uns gemischte Gef\u00fchle. Auf der einen Seite gab es hier sehr freundliche und hilfsbereite Menschen, die einem schon beim kleinsten L\u00e4cheln mit gro\u00dfer Freunde herzlich zur\u00fcck l\u00e4chelten. Die Armut, der M\u00fcll und der Gestank auf der anderen Seite lie\u00dfen uns noch bis in die Nachtstunden nachdenklich auf der Erlebte zur\u00fcckblicken. Die Nacht war sehr kurz, denn die Zeitverschiebung hatte uns noch fest im Griff. Zus\u00e4tzlich versetzte uns ein nervendes Stechinsekt mit seinem hungrig gespitzten R\u00fcssel in Angst und Schrecken und macht die n\u00e4chtliche Erholungsphase zu einer M\u00fcckenjagdsafari. Wie in Asien zu erwarten, startete der neue Tag mit einem eilastigen Fr\u00fchst\u00fcck. \u00c4nn &amp; Fr\u00e4nn dachten dar\u00fcber nach, einen digitalen Eierz\u00e4hler zu installieren, um sp\u00e4ter den Eierkonsum der zur\u00fcckliegenden 30 Tage auswerten zu k\u00f6nnen. Hoch motiviert, voller Taten- und Erkundungsdrang und mit unserer zusammengestellten Sightseeingtour in der Hosentasche marschierten wir los. Der Planet brannte bereits am fr\u00fchen Morgen. Die \u00fcbliche Stadterkundung wurde zur Challenge. Die Hitze und Sonne setzte unseren auf europ\u00e4ischen Winter getrimmten K\u00f6rper auf Hochleistungsmodus. Immer wieder legten wir eine kleine Pause im Schatten ein, um den Kreislauf etwas zu akklimatisieren. Wir passierten die Sule Pagode, das Postamt, die St. Mary\u00b4s Cathedrale und eine Br\u00fcckenkonstruktion, von welcher wir eine sch\u00f6ne Aussicht auf das Stra\u00dfentreiben bekamen. \u00a0 &nbsp; An einer kleinen br\u00fcchigen Verkaufsinstallation, die eine seltsame bunte S\u00fc\u00dfspeise anbot, kamen wir nicht ungeschoren vorbei. Fr\u00e4nn musste zur ersten Food Challenge antreten und meisterte ihre Aufgabe mit Bravour. \u00a0 &nbsp; Das Highlight unserer Besichtigungstour allerdings legten wir nicht zu Fu\u00df zur\u00fcck. Wir fuhren mit der Circle Line ca. 45 Kilometer quer durch Yangon. Diese spannende Zugfahrt dauerte drei Stunden. \u00c4nn &amp; Fr\u00e4nn waren sich nicht ganz sicher die Fahrt wirklich anzutreten, da die alte rostige Bahn keine Toiletten mit an Bord hatte. Wir dachten nur eine Millisekunde \u00fcber die Toilettensituation nach und stellten uns einfach an den Schalter, kauften zwei Tickets f\u00fcr je 200 Kyat (umgerechnet 13 Cent) und nahmen im Zug Platz, denn auf dieses Abenteuer wollten wir auf gar keinen Fall verzichten. \u00a0 \u00a0 Der Zug war hei\u00df und kuschelig. Wir sa\u00dfen zwischen den Einheimischen mit einem kleinen Fenster hinter uns im R\u00fccken. Das Fenster war ge\u00f6ffnet und erm\u00f6glichte uns immer einen Blick au\u00dferhalb des Zuges zu werfen. Gleichzeitig versorgte es uns mit ein wenige frischer Luft. Die einheimischen Menschen stellten sich derweilen auf die lange Zugfahrt ein. Einige versuchten mit gesenkten Kopf ein kleines Nickerchen anzustimmen. Andere wiederum versorgten sich mit Musik aus ihrem Handy und nahmen das Ger\u00e4t aufrecht und einsatzbereit in die H\u00e4nde, um in der Zwischenzeit mit der digitalen Welt zu kommunizieren. Andere hingegen kauten zufrieden auf ihrem Bl\u00e4ttchen mit der Betelnuss herum. Der f\u00fcr uns interessanteste Teil der Menschen verkaufte im Zug Bananen, \u00c4pfel, Zitrusfr\u00fcchte, frittierte Spie\u00df oder aber auch Weintrauben. Immer wieder kamen gesch\u00e4ftst\u00fcchtige H\u00e4ndler in unseren Wagon. Trotz der ausgedehnten Fahrzeit w\u00fcrden wir offensichtlich nicht verhungern. \u00a0 \u00a0 Touristen, H\u00e4ndler, Bauern, die auch ihr Ernte im Zug transportierten, und unter Rausch stehende Einheimische begleiteten uns bei dieser Fahrt. Der Zug fuhr langsam und hielt an vielen kleinen Bahnh\u00f6fen, an denen die Einheimische ihre Ware zum Verkauf anboten. Die Freundlichkeit der Menschen kam hier besonders stark zum Ausdruck. Umsorgende Passagiere k\u00fcmmerten sich immer sofort um unsere ordnungsgem\u00e4\u00dfe Fahrkarten\u00fcbergabe an den Kontrolleur. Jeden den man anl\u00e4chelte, l\u00e4chelte zur\u00fcck. Da Zugfahren bekanntlich hungrig macht, besorgten wir uns Bananen. Fr\u00e4nn erfragte beim Bananenh\u00e4ndler den Preis f\u00fcr eine Banane. Der junge Mann antwortete promt: \u201e40 Kyat.\u201c Eine einzige Banane konnte uns ausgehungerte Reisende jedoch nicht die n\u00f6tige Befriedigung verschaffen. Wir gierten nach einer ganzen Staude mit 15 kleinen Bananen. Allerdings belief der Preis sich hier auf stattlichen 1.000 Kyat (umgerchnet 63 Cent). Fr\u00e4nn sah so ausgehungert aus, dass Finanzcheffin \u00c4nn, der die Hitze scheinbar die f\u00fcrs Rechnen vorgesehene Gehirnh\u00e4lfte l\u00e4hmte, dem Gesch\u00e4ft sofort zustimmte. \u00a0 \u00a0 Die offenen Fenster luden uns ein Yangon und Umgebung kennenzulernen. Allerdings erblickten wir die Bahnstrecke entlang fast ausschlie\u00dflich M\u00fcll, einfache br\u00fcchige Behausungen der Bev\u00f6lkerung, die einer Art Slum gleichkamen. Das Ganze versetzt mit verschiedenen \u00fcblen Ger\u00fcchen. Ab und zu konnte man l\u00e4ndlich bewirtschaftete Felder sehen. Das war nichts f\u00fcr schwache Nerven. \u00a0 W\u00e4hrend dessen boten die H\u00e4ndler immer wieder ihre Produkte an, die Menschen stiegen ein und wieder aus. Dabei hatte fast jeder ein liebes L\u00e4cheln f\u00fcr uns \u00fcbrig. Nach drei Stunden Zugfahrt war das Schauspiel zu Ende. Die Zeit verging wie im Flug und es bleiben Eindr\u00fccke, die wir so schnell nicht mehr vergessen werden. Zum Abschluss des Tages trauten wir uns endlich an die Gark\u00fcchen heran. Das Abendessen, das Herzst\u00fcck eines jeden Tages stand bevor. Ein Hotelangestellter gab uns f\u00fcr die bevorstehende Essensauswahl einen Tipp. Er markierte die Stelle mit vier Kreuzen auf unserer analogen Karte. Vier Kreuze vergibt man nicht einfach so, da musste schon etwas hinter stecken. Er sollte recht behalten. Vorfreudig t\u00e4nzelten wir durch die dunklen Stra\u00dfen, unser Essensziel immer direkt vor Auge. Als Vorspeise gab es f\u00fcr \u00c4nn eine frisch zubereitete Made. &nbsp; \u00a0 Als Hauptmahl folgte ein gegrillter Fisch, ein Spie\u00df Lotus, ein Glas frisch gepresster Saft und zum Nachtisch ein eierkuchen\u00e4hnlicher Eierkuchen. Hochgradig zufrieden konnten wir so den Tag zu Ende gehen lassen. &nbsp; \u00c4nn &amp; Fr\u00e4nn w\u00e4ren nicht \u00c4nn &amp; Fr\u00e4nn, wenn sie nicht schon den n\u00e4chsten teuflischen Plan f\u00fcr den folgenden Blogbeitrag ausgeheckt h\u00e4tten. Aber keine Sorge zun\u00e4chst werden wir unseren touristischen Pflichten nachkommen und die Markthalle und die Shwedagon Pagode besuchen. &nbsp;<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":4254,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[108,318,320],"tags":[325,323,321,324,322],"class_list":["post-3252","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-foodpacker","category-myanmar","category-yangon","tag-circle-line","tag-kyat","tag-myanmar","tag-sule-pagode","tag-yangon"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.rucksackblog.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/3252","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.rucksackblog.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.rucksackblog.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.rucksackblog.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.rucksackblog.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=3252"}],"version-history":[{"count":10,"href":"https:\/\/www.rucksackblog.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/3252\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":3280,"href":"https:\/\/www.rucksackblog.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/3252\/revisions\/3280"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.rucksackblog.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/media\/4254"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.rucksackblog.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=3252"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.rucksackblog.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=3252"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.rucksackblog.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=3252"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}