{"id":2472,"date":"2016-12-11T06:26:00","date_gmt":"2016-12-11T06:26:00","guid":{"rendered":"http:\/\/rucksackblog.de\/?p=2472"},"modified":"2017-01-26T18:47:29","modified_gmt":"2017-01-26T18:47:29","slug":"aenn-fraenn-verwickelt-in-unvorhersehbaren-komplikationen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.rucksackblog.de\/?p=2472","title":{"rendered":"\u00c4nn &#038; Fr\u00e4nn verwickelt in unvorhersehbaren Komplikationen"},"content":{"rendered":"<p><span style=\"font-family: arial, helvetica, sans-serif;\">18. August des Jahres 2016. Ein Freitag Abend in Berlin. Ein lauer Sommerabend obendrein. Die V\u00f6gel zwitscherten die letzten Lieder des Tages. Die Osteurop\u00e4ischen Damen stolzierten mit ihrer leichten Arbeitsbekleidung die asphaltierte Fahrbahn auf und ab.<\/span><br \/>\n<span style=\"font-family: arial, helvetica, sans-serif;\"> Frisch gezapfte Schnittblumen und Salzstangen luden auf einem Holztisch vor dem L\u00fctzow St\u00fcbchen zu einem gem\u00fctlichen Feierabendbier ein. <strong>\u00c4nn &amp; Fr\u00e4nn<\/strong> f\u00fchrten Schluck f\u00fcr Schluck des k\u00fchlen Hopfengetr\u00e4nks ihren K\u00f6rpern zu und res\u00fcmierten die aufregenden Erlebnisse aus Ihren bisherigen Reisen. Afrika, Asien &#8230; welcher Kontinent sollte als n\u00e4chstes kommen?<\/span><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><span style=\"font-family: arial, helvetica, sans-serif;\"> <a href=\"http:\/\/rucksackblog.de\/wp-content\/uploads\/2016\/12\/IMG_8562.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone wp-image-2495 size-full\" src=\"http:\/\/rucksackblog.de\/wp-content\/uploads\/2016\/12\/IMG_8562.jpg\" width=\"960\" height=\"960\" srcset=\"https:\/\/www.rucksackblog.de\/wp-content\/uploads\/2016\/12\/IMG_8562.jpg 960w, https:\/\/www.rucksackblog.de\/wp-content\/uploads\/2016\/12\/IMG_8562-150x150.jpg 150w, https:\/\/www.rucksackblog.de\/wp-content\/uploads\/2016\/12\/IMG_8562-300x300.jpg 300w, https:\/\/www.rucksackblog.de\/wp-content\/uploads\/2016\/12\/IMG_8562-768x768.jpg 768w, https:\/\/www.rucksackblog.de\/wp-content\/uploads\/2016\/12\/IMG_8562-520x520.jpg 520w, https:\/\/www.rucksackblog.de\/wp-content\/uploads\/2016\/12\/IMG_8562-740x740.jpg 740w\" sizes=\"auto, (max-width: 960px) 100vw, 960px\" \/><\/a><\/span><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><span style=\"font-family: arial, helvetica, sans-serif;\">Um der A-Linien treu zu bleiben, blieb nur Australien und Amerika \u00fcbrig. Silca, unsere Urlaubsbekanntschaft aus Vietnam und Kambodscha, wohnte zuf\u00e4lligerweise in<strong> Los Angeles<\/strong>. Somit wurde kurzerhand beschlossen noch in diesem Jahr Silca einen Besuch abzustatten. Ohne schuldhaftes Z\u00f6gern recherchierten wir noch vor Ort die Flugoptionen und informierten Silca \u00fcber unseren teuflischen Plan. Fr\u00e4nn sollte nun endlich ihre gro\u00dfe Reise an die Westk\u00fcste der USA bekommen. Damals wurde sie ja gemein gerollt und abgefertigt mit einer Ostk\u00fcstentour.<\/span><br \/>\n<span style=\"font-family: arial, helvetica, sans-serif;\"> In den folgenden Wochen t\u00fcftelten wir das neue Abenteuer in Absprache mit Silca, die von Oktober bis Anfang Dezember in Australien verweilte, gr\u00fcndlich aus und pl\u00f6tzlich war auch schon wieder Dezember.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: arial, helvetica, sans-serif;\">Doch bevor die Reise starten konnte, mussten noch einige wichtige Dinge erledigt werden. Eine entscheidende Frage stand noch offen im Raum. Wird Silca von ihrem Australientrip p\u00fcnktlich in <strong>Los Angeles<\/strong> zur\u00fcck sein und uns empfangen?<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: arial, helvetica, sans-serif;\">Unsere erste H\u00fcrde: die Beantragung des internationale F\u00fchrerscheins. Wer kennt ihn nicht, den spontanen B\u00fcrgeramtstermin in Berlin? Die einzige M\u00f6glichkeit stellte das sogenannte \u201eLABO\u201c oder auch klassisch die Fahrerlaubnisbeh\u00f6rde dar. <strong>\u00c4nn &amp; Fr\u00e4nn<\/strong> mussten bei diesem sch\u00f6nen Amt drei mal vorsprechen.<\/span><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><span style=\"font-family: arial, helvetica, sans-serif;\">Termin 1: Sachverhalt schildern und Termin daf\u00fcr vereinbaren.<\/span><br \/>\n<span style=\"font-family: arial, helvetica, sans-serif;\"> Termin 2: F\u00fchrerschein beantragen.<\/span><br \/>\n<span style=\"font-family: arial, helvetica, sans-serif;\"> Termin 3: F\u00fchrerschein abholen.<\/span><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><span style=\"font-family: arial, helvetica, sans-serif;\">Gleich beim ersten Termin schockte Fr\u00e4nn mit ihrem 14-j\u00e4hrigen Kartenf\u00fchrerschein den korrekten Beamter hinter dem Schalter. \u201eIst das Klebeband auf dem Dokument? Tragen sie ihren F\u00fchrerschein in der Ges\u00e4\u00dftasche?\u201c Fr\u00e4nn bejahte beide Fragen.<\/span><br \/>\n<span style=\"font-family: arial, helvetica, sans-serif;\"> \u201eDie Fahrerlaubnis ist ung\u00fcltig und sie ben\u00f6tigen nun auch noch einen neuen F\u00fchrerschein.\u201c<\/span><br \/>\n<span style=\"font-family: arial, helvetica, sans-serif;\"> Gleich danach verwirrte \u00c4nn den verdutzen Beamten mit der selben Situation. Dadrauf der Beamte: \u201eSowas habe ich in meinen 16 Berufsjahren noch nicht erlebt. Und das bei zwei Frauen\u201c, schimpfte der Mann. Ohne Wiederrede willigten wir ein.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: arial, helvetica, sans-serif;\">Die letzte Woche brach an. Wir nahmen uns vor schon zu Beginn der Woche die Koffer fertig zu packen, um uns somit vorprogrammierten Stress zu ersparen. Nat\u00fcrlich kam alles anders als geplant.<\/span><br \/>\n<span style=\"font-family: arial, helvetica, sans-serif;\"> Am Montagabend stand ein schon mehrfach verschobenes m\u00f6RRR Treffen in einem indischen Restaurant an. Die Ausgangssituation war \u00e4u\u00dferst ung\u00fcnstig, Fr\u00e4nn plagte seit dem Mittag starke Kopfschmerzen und Kreislauf. Im Restaurant spitzte sich die Lage weiter zu. Mit letzter Kraft schleppte sich Fr\u00e4nn mit auf dem Rad durch die dunkle kalte Stadt bis nach Hause. Das Kofferpacken wurde erstmal vertagt.<\/span><br \/>\n<span style=\"font-family: arial, helvetica, sans-serif;\"> Auch den Dienstag verloren wir durch ein komplettes K.o., Fr\u00e4nn war au\u00dfer Gefecht gesetzt.<\/span><br \/>\n<span style=\"font-family: arial, helvetica, sans-serif;\"> Mittwoch Abend dann endlich das provisorische Probepacken. Fr\u00e4nn entpuppte ihre Superheldenf\u00e4higkeit. Man nennt sie daher auch Fr\u00e4nn Sch\u00e4tzer. Sie sch\u00e4tzte den Koffer auf 18 Kilo. Die Kofferwaage best\u00e4tigte die fr\u00e4nnsche Aussage auf der Digitalanzeige mit 18,00 Kg.<\/span><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><span style=\"font-family: arial, helvetica, sans-serif;\"> <a href=\"http:\/\/rucksackblog.de\/wp-content\/uploads\/2016\/12\/IMG_8610-e1481435539555.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-large wp-image-2475\" src=\"http:\/\/rucksackblog.de\/wp-content\/uploads\/2016\/12\/IMG_8610-768x1024.jpg\" alt=\"\" width=\"768\" height=\"1024\" \/><\/a><\/span><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><span style=\"font-family: arial, helvetica, sans-serif;\">Alle Fl\u00fcge waren gebucht, Unterk\u00fcnfte gesichert und alle organisatorischen Sachen drum herum abgeschlossen. Jetzt fehlte nur noch das Lebenszeichen von Silca. Wir hatten seit einigen Tagen nichts mehr von ihr geh\u00f6rt. War sie immer noch in Australien? Erst zwei Tage vor unserem Abflug kam die erl\u00f6sende Nachricht. Silca kehrte gesund und munter nach <strong>Los Angeles<\/strong> zur\u00fcck und freute sich schon auf unseren Besuch.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: arial, helvetica, sans-serif;\">Am Donnerstag zupfte Fr\u00e4nn dem Teufel am Barte und ging immer noch leicht gesundheitlich angeschlagen nach dem B\u00fcro zum t\u00e4towieren. In der Zwischenzeit bereitete \u00c4nn in ihrer heimischen K\u00fcche den bestellten Kuchen anl\u00e4\u00dflich des bevorstehenden Geburtstages vor. Nachdem sie alle Zutaten f\u00fcr den Boden flink anger\u00fchrt hatte, brachte sie der fehlende Boden ihrer Kuchenspringform v\u00f6llig aus dem Konzept.<\/span><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><span style=\"font-family: arial, helvetica, sans-serif;\"><a href=\"http:\/\/rucksackblog.de\/wp-content\/uploads\/2016\/12\/IMG_8531.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-2476\" src=\"http:\/\/rucksackblog.de\/wp-content\/uploads\/2016\/12\/IMG_8531.jpg\" alt=\"\" width=\"1024\" height=\"1024\" srcset=\"https:\/\/www.rucksackblog.de\/wp-content\/uploads\/2016\/12\/IMG_8531.jpg 1024w, https:\/\/www.rucksackblog.de\/wp-content\/uploads\/2016\/12\/IMG_8531-150x150.jpg 150w, https:\/\/www.rucksackblog.de\/wp-content\/uploads\/2016\/12\/IMG_8531-300x300.jpg 300w, https:\/\/www.rucksackblog.de\/wp-content\/uploads\/2016\/12\/IMG_8531-768x768.jpg 768w, https:\/\/www.rucksackblog.de\/wp-content\/uploads\/2016\/12\/IMG_8531-520x520.jpg 520w, https:\/\/www.rucksackblog.de\/wp-content\/uploads\/2016\/12\/IMG_8531-740x740.jpg 740w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/a><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: arial, helvetica, sans-serif;\">\u00a0<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: arial, helvetica, sans-serif;\">Die bodenlose B\u00e4ckerin suchte nach einer alternativen L\u00f6sung. Die Auflaufform musste als Backform herhalten. Der Plan ging auf. <span style=\"color: #000000;\">Doch einen Schockmoment hielt der Abend f\u00fcr \u00c4nn noch bereit. Kurz vor dem verdienten Nachtschlaf merkte sie, dass sie vergessen hatte ihr Internetbanking zu aktivieren. Gl\u00fcckwunsch nur 500 Kreditvolumen f\u00fcr n\u00e4chsten die 14 Tage. Ein Malheure jagte das n\u00e4chste.<\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: arial, helvetica, sans-serif;\">Endlich Freitag, der Tag vor Samstag, der Tag vor dem Abflug, Fr\u00e4nns Geburtstag. Relativ unspektakul\u00e4r meisterten beide all ihre geplanten Tagesziele. Der Urlaub konnte beginnen. Fast! Geplant war 1 Geburtstagsbier bei Olga, dem Ort an dem der Plan f\u00fcr diese Reise entstand. Nach einem kurzen Telefonat mit Moni D. war klar, dass wir uns bei ihr noch verabschieden mussten. Wir trafen uns in unserem geliebten <strong>Kumpelnest3000<\/strong>. Lola hinter der Bar und Moni D. lie\u00dfen es nicht zu, das Nest nach geplanter Verabschiedung p\u00fcnktlich zu verlassen.<\/span><br \/>\n<span style=\"font-family: arial, helvetica, sans-serif;\">Unsere Bettruhe verk\u00fcrzte sich dramatisch auf zwei Stunden. Wodurch \u00c4nn ihren Wecker einfach ignorierte. Die f\u00fcrsorgliche Fr\u00e4nn tyrannisierte mit aufdringlichen Weckanrufen die schlafende Nachbarin. P\u00fcnktlich um 5:20 Uhr stand das Taxi vor der T\u00fcr und chauffierte uns durch die noch schlafende Stadt. Kurz vor <strong>Tegel<\/strong> fragte der Taxifahrer uns wo es hingehen sollte. Freundlich schilderten wir ihm unsere Pl\u00e4ne. Doch eigentlich interessierten ihn diese herzlich wenig. Seine Antworten waren salopp und unfreundlich. Er wollte uns nur so schnell wie m\u00f6glich los werden. <\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: arial, helvetica, sans-serif;\">F\u00fcr einen kurzen Nervenkitze, auf den wir gerne verzichtet h\u00e4tten, sorgte der Flug nach<strong> Frankfurt<\/strong>. Wir machten es uns in der Maschine gem\u00fctlich als durch die Lautsprecher die frohe Botschaft ert\u00f6nte, dass unsere Pilot krank sei und der neue Kapit\u00e4n\u00a0erst noch in Tegel landen muss, bevor er unser Flugzeug sicher nach Frankfurt navigieren kann.<\/span><br \/>\n<span style=\"font-family: arial, helvetica, sans-serif;\"> Die Abflugzeit verz\u00f6gerte sich um eine ganze Stunde. <strong>\u00c4nn &amp; Fr\u00e4nn<\/strong> versp\u00fcrten eine leichte Nervosit\u00e4t aufgrund des sehr knapp bemessenen Zeitfensters bis zu unserem Anschlussfluges. Erst zehn Minuten nach dem Boarding f\u00fcr die Maschine nach <strong>Los Angeles<\/strong> erreichten wir Frankfurt und rannten um unseren Flug. Das traditionelle Flughafenbier fiel somit flach. Mit H\u00e4ngen und W\u00fcrgen erreichten wir den Flieger.<\/span><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><span style=\"font-family: arial, helvetica, sans-serif;\"><a href=\"http:\/\/rucksackblog.de\/wp-content\/uploads\/2016\/12\/IMG_8592.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone wp-image-2493 size-full\" src=\"http:\/\/rucksackblog.de\/wp-content\/uploads\/2016\/12\/IMG_8592.jpg\" width=\"960\" height=\"960\" srcset=\"https:\/\/www.rucksackblog.de\/wp-content\/uploads\/2016\/12\/IMG_8592.jpg 960w, https:\/\/www.rucksackblog.de\/wp-content\/uploads\/2016\/12\/IMG_8592-150x150.jpg 150w, https:\/\/www.rucksackblog.de\/wp-content\/uploads\/2016\/12\/IMG_8592-300x300.jpg 300w, https:\/\/www.rucksackblog.de\/wp-content\/uploads\/2016\/12\/IMG_8592-768x768.jpg 768w, https:\/\/www.rucksackblog.de\/wp-content\/uploads\/2016\/12\/IMG_8592-520x520.jpg 520w, https:\/\/www.rucksackblog.de\/wp-content\/uploads\/2016\/12\/IMG_8592-740x740.jpg 740w\" sizes=\"auto, (max-width: 960px) 100vw, 960px\" \/><\/a><\/span><\/p>\n<blockquote><p>&nbsp;<\/p>\n<p><span style=\"font-family: arial, helvetica, sans-serif;\">Nun kann das Abendteuer beginnen, sollte man denken.<\/span><br \/>\n<span style=\"font-family: arial, helvetica, sans-serif;\"> Was ist eigentlich mit unserem Gep\u00e4ck?<\/span><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p><\/blockquote>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>18. August des Jahres 2016. Ein Freitag Abend in Berlin. Ein lauer Sommerabend obendrein. Die V\u00f6gel zwitscherten die letzten Lieder des Tages. Die Osteurop\u00e4ischen Damen stolzierten mit ihrer leichten Arbeitsbekleidung die asphaltierte Fahrbahn auf und ab. Frisch gezapfte Schnittblumen und Salzstangen luden auf einem Holztisch vor dem L\u00fctzow St\u00fcbchen zu einem gem\u00fctlichen Feierabendbier ein. \u00c4nn &amp; Fr\u00e4nn f\u00fchrten Schluck f\u00fcr Schluck des k\u00fchlen Hopfengetr\u00e4nks ihren K\u00f6rpern zu und res\u00fcmierten die aufregenden Erlebnisse aus Ihren bisherigen Reisen. Afrika, Asien &#8230; welcher Kontinent sollte als n\u00e4chstes kommen? &nbsp; &nbsp; Um der A-Linien treu zu bleiben, blieb nur Australien und Amerika \u00fcbrig. Silca, unsere Urlaubsbekanntschaft aus Vietnam und Kambodscha, wohnte zuf\u00e4lligerweise in Los Angeles. Somit wurde kurzerhand beschlossen noch in diesem Jahr Silca einen Besuch abzustatten. Ohne schuldhaftes Z\u00f6gern recherchierten wir noch vor Ort die Flugoptionen und informierten Silca \u00fcber unseren teuflischen Plan. Fr\u00e4nn sollte nun endlich ihre gro\u00dfe Reise an die Westk\u00fcste der USA bekommen. Damals wurde sie ja gemein gerollt und abgefertigt mit einer Ostk\u00fcstentour. In den folgenden Wochen t\u00fcftelten wir das neue Abenteuer in Absprache mit Silca, die von Oktober bis Anfang Dezember in Australien verweilte, gr\u00fcndlich aus und pl\u00f6tzlich war auch schon wieder Dezember. Doch bevor die Reise starten konnte, mussten noch einige wichtige Dinge erledigt werden. Eine entscheidende Frage stand noch offen im Raum. Wird Silca von ihrem Australientrip p\u00fcnktlich in Los Angeles zur\u00fcck sein und uns empfangen? Unsere erste H\u00fcrde: die Beantragung des internationale F\u00fchrerscheins. Wer kennt ihn nicht, den spontanen B\u00fcrgeramtstermin in Berlin? Die einzige M\u00f6glichkeit stellte das sogenannte \u201eLABO\u201c oder auch klassisch die Fahrerlaubnisbeh\u00f6rde dar. \u00c4nn &amp; Fr\u00e4nn mussten bei diesem sch\u00f6nen Amt drei mal vorsprechen. &nbsp; Termin 1: Sachverhalt schildern und Termin daf\u00fcr vereinbaren. Termin 2: F\u00fchrerschein beantragen. Termin 3: F\u00fchrerschein abholen. &nbsp; Gleich beim ersten Termin schockte Fr\u00e4nn mit ihrem 14-j\u00e4hrigen Kartenf\u00fchrerschein den korrekten Beamter hinter dem Schalter. \u201eIst das Klebeband auf dem Dokument? Tragen sie ihren F\u00fchrerschein in der Ges\u00e4\u00dftasche?\u201c Fr\u00e4nn bejahte beide Fragen. \u201eDie Fahrerlaubnis ist ung\u00fcltig und sie ben\u00f6tigen nun auch noch einen neuen F\u00fchrerschein.\u201c Gleich danach verwirrte \u00c4nn den verdutzen Beamten mit der selben Situation. Dadrauf der Beamte: \u201eSowas habe ich in meinen 16 Berufsjahren noch nicht erlebt. Und das bei zwei Frauen\u201c, schimpfte der Mann. Ohne Wiederrede willigten wir ein. Die letzte Woche brach an. Wir nahmen uns vor schon zu Beginn der Woche die Koffer fertig zu packen, um uns somit vorprogrammierten Stress zu ersparen. Nat\u00fcrlich kam alles anders als geplant. Am Montagabend stand ein schon mehrfach verschobenes m\u00f6RRR Treffen in einem indischen Restaurant an. Die Ausgangssituation war \u00e4u\u00dferst ung\u00fcnstig, Fr\u00e4nn plagte seit dem Mittag starke Kopfschmerzen und Kreislauf. Im Restaurant spitzte sich die Lage weiter zu. Mit letzter Kraft schleppte sich Fr\u00e4nn mit auf dem Rad durch die dunkle kalte Stadt bis nach Hause. Das Kofferpacken wurde erstmal vertagt. Auch den Dienstag verloren wir durch ein komplettes K.o., Fr\u00e4nn war au\u00dfer Gefecht gesetzt. Mittwoch Abend dann endlich das provisorische Probepacken. Fr\u00e4nn entpuppte ihre Superheldenf\u00e4higkeit. Man nennt sie daher auch Fr\u00e4nn Sch\u00e4tzer. Sie sch\u00e4tzte den Koffer auf 18 Kilo. Die Kofferwaage best\u00e4tigte die fr\u00e4nnsche Aussage auf der Digitalanzeige mit 18,00 Kg. &nbsp; &nbsp; Alle Fl\u00fcge waren gebucht, Unterk\u00fcnfte gesichert und alle organisatorischen Sachen drum herum abgeschlossen. Jetzt fehlte nur noch das Lebenszeichen von Silca. Wir hatten seit einigen Tagen nichts mehr von ihr geh\u00f6rt. War sie immer noch in Australien? Erst zwei Tage vor unserem Abflug kam die erl\u00f6sende Nachricht. Silca kehrte gesund und munter nach Los Angeles zur\u00fcck und freute sich schon auf unseren Besuch. Am Donnerstag zupfte Fr\u00e4nn dem Teufel am Barte und ging immer noch leicht gesundheitlich angeschlagen nach dem B\u00fcro zum t\u00e4towieren. In der Zwischenzeit bereitete \u00c4nn in ihrer heimischen K\u00fcche den bestellten Kuchen anl\u00e4\u00dflich des bevorstehenden Geburtstages vor. Nachdem sie alle Zutaten f\u00fcr den Boden flink anger\u00fchrt hatte, brachte sie der fehlende Boden ihrer Kuchenspringform v\u00f6llig aus dem Konzept. &nbsp; \u00a0 Die bodenlose B\u00e4ckerin suchte nach einer alternativen L\u00f6sung. Die Auflaufform musste als Backform herhalten. Der Plan ging auf. Doch einen Schockmoment hielt der Abend f\u00fcr \u00c4nn noch bereit. Kurz vor dem verdienten Nachtschlaf merkte sie, dass sie vergessen hatte ihr Internetbanking zu aktivieren. Gl\u00fcckwunsch nur 500 Kreditvolumen f\u00fcr n\u00e4chsten die 14 Tage. Ein Malheure jagte das n\u00e4chste. Endlich Freitag, der Tag vor Samstag, der Tag vor dem Abflug, Fr\u00e4nns Geburtstag. Relativ unspektakul\u00e4r meisterten beide all ihre geplanten Tagesziele. Der Urlaub konnte beginnen. Fast! Geplant war 1 Geburtstagsbier bei Olga, dem Ort an dem der Plan f\u00fcr diese Reise entstand. Nach einem kurzen Telefonat mit Moni D. war klar, dass wir uns bei ihr noch verabschieden mussten. Wir trafen uns in unserem geliebten Kumpelnest3000. Lola hinter der Bar und Moni D. lie\u00dfen es nicht zu, das Nest nach geplanter Verabschiedung p\u00fcnktlich zu verlassen. Unsere Bettruhe verk\u00fcrzte sich dramatisch auf zwei Stunden. Wodurch \u00c4nn ihren Wecker einfach ignorierte. Die f\u00fcrsorgliche Fr\u00e4nn tyrannisierte mit aufdringlichen Weckanrufen die schlafende Nachbarin. P\u00fcnktlich um 5:20 Uhr stand das Taxi vor der T\u00fcr und chauffierte uns durch die noch schlafende Stadt. Kurz vor Tegel fragte der Taxifahrer uns wo es hingehen sollte. Freundlich schilderten wir ihm unsere Pl\u00e4ne. Doch eigentlich interessierten ihn diese herzlich wenig. Seine Antworten waren salopp und unfreundlich. Er wollte uns nur so schnell wie m\u00f6glich los werden. F\u00fcr einen kurzen Nervenkitze, auf den wir gerne verzichtet h\u00e4tten, sorgte der Flug nach Frankfurt. Wir machten es uns in der Maschine gem\u00fctlich als durch die Lautsprecher die frohe Botschaft ert\u00f6nte, dass unsere Pilot krank sei und der neue Kapit\u00e4n\u00a0erst noch in Tegel landen muss, bevor er unser Flugzeug sicher nach Frankfurt navigieren kann. Die Abflugzeit verz\u00f6gerte sich um eine ganze Stunde. \u00c4nn &amp; Fr\u00e4nn versp\u00fcrten eine leichte Nervosit\u00e4t aufgrund des sehr knapp bemessenen Zeitfensters bis zu unserem Anschlussfluges. Erst zehn Minuten nach dem Boarding f\u00fcr die Maschine nach Los Angeles erreichten wir Frankfurt und rannten um unseren Flug. Das traditionelle Flughafenbier fiel somit flach. Mit H\u00e4ngen und W\u00fcrgen erreichten wir den Flieger. &nbsp; &nbsp; Nun kann das Abendteuer beginnen, sollte man denken. 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